|
Stuttgart 11.05.2009 – Wichtiger Bestandteil von Möbeln, egal ob für den Büro- oder Wohnbereich, ist Holz. Als Material für Sitzschalen, Tischplatten oder auch für nicht sichtbare Gestelle von Polstermöbeln ist Holz kaum wegzudenken. Die Möbelindustrie und ihre Zulieferbetriebe sind daher bedeutende Abnehmer für Holz und Holzprodukte. Anders als in der Papierbranche spielt die Herkunft des nachwachsenden Rohstoffes aber hier noch nicht die Rolle, die wünschenswert und sinnvoll wäre. Dass die Möbelindustrie hierfür aber eine Verantwortung trägt und in der Pflicht ist, darauf weist die weltgrößte Waldzertifizierungsorganisation PEFC hin: Holz in Möbeln sollte aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammen und dies sollte durch ein anerkanntes Zertifikat wie PEFC belegt werden. Auf der interzum (Halle 5.1, Stand D070) informiert die Waldschutzorganisation umfassend über die PEFC-Zertifizierung und die daraus erwachsenden Möglichkeiten für die Möbelbranche.
Größtes Waldzertifizierungssystem Mit mehr als 230 Mio. ha Waldfläche weltweit ist PEFC die größte Zertifizierungsorganisation zur Sicherstellung nachhaltiger und damit vorbildlicher Waldwirtschaft. Bereits über 5.000 Unternehmen rund um den Globus haben sich ebenfalls nach PEFC zertifizieren lassen und fragen gezielt Rohstoffe aus pfleglicher Waldwirtschaft nach. So tragen immer mehr Produkte das Label mit den zwei Bäumen und dem Kreis darum. In der Möbelindustrie gibt es erste Unternehmen, die sich für eine PEFC-Zertifizierung entschieden haben. Das Bewusstsein für eine gesicherte Herkunft der verwendeten Hölzer ist aber noch nicht so ausgeprägt wie etwa in der Papierbranche. Dort tragen bereits viele Papiere Herkunftslabel, wie PEFC, und zunehmend finden sich zertifizierte Druckprodukte auf dem Markt. Als großer Abnehmer von Holz und Holzprodukten hat die Möbelindustrie und auch deren Zulieferer jedoch eine Verantwortung für den Wald, so die Waldzertifizierungsorganisation. Holz für Möbel sollte daher vornehmlich aus zertifizierten Wäldern stammen. Solch ein Engagement würde nicht nur dem Wald, sondern auch ganz handfest dem Unternehmen helfen. Denn Waldschutz ist Klimaschutz und damit Teil einer Diskussion, die sich durch weite Teile der Gesellschaft zieht. Verbraucher sind für Umweltthemen sensibilisiert und fragen Produkte nach, die sich durch positive Umweltbilanzen auszeichnen. Schließlich will niemand mit Schuld an der Zerstörung wertvoller Waldökosysteme sein. Dies gilt auch für öffentliche Beschaffer und für große privatwirtschaftliche Unternehmen, die Nachhaltigkeit fest in ihrer Unternehmenspolitik verankert haben. Grüne Themen können so zu einem handfesten Vorteil werden.
Erfolg mit PEFCWie das gehen kann, zeigt exemplarisch der Sitzmöbelhersteller Kusch+Co aus dem südlichen Sauerland. Fast alle von ihm verwendeten Holzprodukte stammen aus PEFC-zertifizierten Wäldern, die sich meist auch in unmittelbarer Nähe zum Möbelwerk befinden. So konnte das Sitzmöbelwerk bereits auf der Orgatec 2008 die hochwertigen Möbelneuheiten mit der PEFC-Auszeichnung präsentierten. KontaktPEFC Deutschland Philipp Bahnmüller PEFC Deutschland e.V. Tel.: 0711 24861820 bahnmueller@pefc.de www.pefc.de
Nachhaltige Forstwirtschaft Die
Pflege und Nutzung der Wälder in einer Weise und in einem Ausmaß, das
ihre biologische Vielfalt, ihre Produktivität, ihre
Regenerationsfähigkeit und ihre Gesundheit erhalten bleibt. Ferner ihre
Fähigkeit, die relevanten ökologischen, ökonomischen und sozialen
Funktionen auf der örtlichen, nationalen und globalen Ebene zu
erfüllen, gewährleistet wird sowie anderen Ökosystemen keinen Schaden
anrichtet.
PEFC Mit einer zertifizierten Waldfläche von mehr als 230 Mio. Hektar ist PEFC das weltweit größte forstliche Siegel, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, flächenmäßig eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu etablieren und damit die Sicherung von Waldökosystemen für nachfolgende Generationen zu gewährleisten. Seit der Gründung von PEFC Deutschland im Jahr 1999 wurden mit mehr als 7,3 Mio. Hektar rund zwei Drittel der deutschen Waldfläche zertifiziert. Auch schließen sich immer mehr Holz be- und verarbeitenden Unternehmen der PEFC-Waldschutzinitiative an. Aktuell sind rund 1.100 Unternehmen nach PEFC-zertifiziert und bieten entsprechend auch Produkte mit dem PEFC-Siegel an.
|