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Erster Runder Tisch mit guter Resonanz
Mehr als 50 Teilnehmer diskutieren in Göttingen über neue PEFC-Standards
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Stuttgart/Göttingen, 06. Februar 2009 – Alle fünf Jahre wieder, so die Vorgabe vom internationalen PEFC Council, müssen die nationalen Waldstandards überarbeitet werden. Nach der Anerkennung im Jahr 2000 und einer ersten Revision 2005 werden die deutschen Waldstandards nun erneut überarbeitet. Der zweite Revisionsprozess, der unter dem Motto: „Verschärfen? Vielleicht. Entschärfen? Vielleicht. Verbessern? Unbedingt.“ tritt mit den vier Runden Tischen in die heiße Phase ein. Beim ersten Runden Tisch, der gemeinsam mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt organisiert wurde, diskutierten über 50 Vertreter von wissenschaftlichen Einrichtungen, der Gewerkschaften, der Holzindustrie sowie des Privat-, Kommunal- und des Staatswaldes in Göttingen über das Thema „PEFC-Wald als Wirtschafsgut“ bzw. über die diesbezüglich relevanten PEFC-Standards. Die Ergebnisse der Runden Tische, die auch veröffentlicht werden, dienen als thematische Grundlage der „Arbeitsgruppe Standards“, die aus dieser Stoffsammlung einen neuen Standard entwickeln wird – übrigens auch diese ist paritätisch besetzt.

Lebhafte DiskussionNach der Begrüßung durch den Leiter der Versuchsanstalt, Prof. Dr. Herrmann Spellmann, und den Vorsitzenden von PEFC Deutschland e.V., Frank v. Römer, wurden insgesamt sieben Themenblöcke unter Moderation von Dr. Martin Rohde diskutiert: Baumartenwahl und Klimawandel; Verjüngungsverfahren; Herkünfte von Saat- und Pflanzgut; Einsatz von Pflanzenschutzmitteln; Vollbaumnutzung in Bezug auf Nährstoffentzug; Wirtschaftlichkeit versus Naturverträglichkeit sowie Wald als Kohlenstoffsenke. Zwischen den einzelnen Themenblöcken stellte der PEFC-Geschäftsführer, Dirk Teegelbekkers, die relevanten Standards vor. Die Resonanz der Teilnehmer auf diesen 1. Runden Tisch war durchweg positiv und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Das Ergebnisprotokoll kann ab sofort über das Internetforum der PEFC-Website (direkter Link von der Startsite www.pefc.de) eingesehen werden.

Bis Mai 2009 werden noch drei weitere Runde Tische stattfinden:
2. „PEFC-Wald als Arbeitsplatz und Erholungsraum“
    Diskussion von sozioökonomischen Funktionen und Bedingungen – wie in
    Helsinki-Kriterium 6 beschrieben: etwa Zertifizierung von Forstunternehmern,
    Maschineneinsatz im Wald etc.
    18.02.2009 in Groß-Umstadt, Partner: Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik

3. „PEFC-Wald als Lebensraum“
    Diskussion der Erhaltung und angemessenen Verbesserung der biologischen
    Vielfalt in Waldökosystemen – wie in Helsinki-Kriterium 4 beschrieben: etwa
    Fragen des angemessen Totholzanteils oder angepasste Wildbestände etc.  
    18.03.2009 in Bonn, Partner: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW)

4. „Zertifizierung über den Waldrand hinaus“
    Diskussion von Fragen nach dem Für und Wider der Ausweitung der
    PEFC-Zertifizierung auf Energiewälder bzw. Plantagen.
    20.05.2009 in Hannover, Partner: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR)

Eine Anmeldung ist über das genannte Internetforum (www.pefc.de) möglich.

 

KontaktPhilipp Bahnmüller
PEFC Deutschland e.V.
Tel.: 0711 24861820
bahnmueller@pefc.de
www.pefc.de


 
Nachhaltige ForstwirtschaftDie Pflege und Nutzung der Wälder in einer Weise und in einem Ausmaß, das ihre biologische Vielfalt, ihre Produktivität, ihre Regenerationsfähigkeit und ihre Gesundheit erhalten bleibt. Ferner ihre Fähigkeit, die relevanten ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen auf der örtlichen, nationalen und globalen Ebene zu erfüllen, gewährleistet wird sowie anderen Ökosystemen keinen Schaden anrichtet.

PEFCMit einer zertifizierten Waldfläche von rund 215 Mio. Hektar ist PEFC das weltweit größte forstliche Siegel, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, flächenmäßig eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu etablieren und damit die Sicherung von Waldökosystemen für nachfolgende Generationen zu gewährleisten. Seit der Gründung von PEFC Deutschland im Jahr 1999 wurden mit mehr als 7,3 Mio. Hektar gut zwei Drittel der deutschen Waldfläche zertifiziert. Die wichtigsten Standards lauten: Förderung von Mischbeständen aus standortgerechten Baumarten. Kahlschläge sind verboten. Pflanzenschutzmittel sollen vermieden werden. Unabhängige Zertifizierungsgesellschaften kontrollieren in regelmäßigen Abständen die Einhaltung dieser Vorschriften. 

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