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Forstwirtschaft im Nachhaltigkeitsrat berücksichtigt
Ø Hermann Graf Hatzfeldt in den Rat für Nachhaltige Entwicklung berufen
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Bonn/Stuttgart, 02.06.2003: Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am 21. Mai 2003 die Namen von fünf neuen Mitgliedern des Rates für Nachhaltige Entwicklung bekannt gegeben, die ausscheidende Ratsmitglieder ab Juni ersetzen werden. Unter ihnen Hermann Graf Hatzfeldt, Waldbesitzer aus Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der FSC-Arbeitsgruppe Deutschland.

„Wir begrüßen, dass nun zumindest ein Waldbesitzer dem Rat angehört und gratulieren Graf Hatzfeldt zu seiner Ernennung.", stellten der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), Hermann Ilaender, und der Vorsitzende von PEFC Deutschland, Marian Freiherr v. Gravenreuth, nach der Berufung Hatzfeldts in den Rat fest.

Mit seinem neuen Amt verbinden sich die Erwartungen von rund 1,5 Millionen Waldbesitzern und 800.000 Arbeitnehmern aus dem Bereich der Forst- und Holzwirtschaft. Ein Drittel der Fläche der Bundesrepublik besteht aus Wald. Davon sind 6,4 Mio. ha nach PEFC und 0,4 Mio ha nach FSC zertifiziert. Die Berufung von Graf Hatzfeldt hatte zunächst in der forstlichen Welt für einige Verwunderung gesorgt. Schließlich kann er in seiner Funktion als FSC-Vorsitzender nicht gerade die Repräsentanz der deutschen Forstwirtschaft für sich reklamieren.

„Auch als FSC-Vorsitzender muss Graf Hatzfeldt die Interessen und Forderungen aller Waldbesitzer im Auge behalten. Ich erwarte von ihm, dass er im Nachhaltigkeitsrat die Bedeutung der Zertifizierung als marktpolitisches Instrument zur Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung betont und nicht durch eine einseitige Ausrichtung auf ein System beschädigt. Auch das Ansehen des Rates würde darunter leiden“, so Baron Gravenreuth.

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat erwartet, dass die einmaligen Vorteile von Holz auf breiter Ebene vermittelt werden. Die im Koalitionsvertrag angekündigte ´Charta für Holz´ steht besonders im Blickpunkt der Waldbesitzer. Mehr Holzverwendung bedeutet die Nutzung eines einmaligen ökologischen Rohstoffes, die Schonung fossiler Energieträger und die Pflege und den Erhalt unserer Wälder.

"Wir werden Graf Hatzfeldt und den Rat daran messen, wie sie mit dem Wirtschaftszweig, der die Nachhaltigkeit geprägt hat, umgehen. Er trägt dabei eine große Verantwortung", erklärte Ilaender. „Zudem fordern wir den Einsatz für eine vernünftige und auflagenfreie Gesetzgebung. Bewirtschaftungseinschränkungen müssen ausgeglichen werden. Wenn der Gesellschaft der Wald wirklich so viel wert ist, wie der administrative Zugriff erscheinen lässt, dann muss dafür auch bezahlt werden.“

Weitere Informationen:
Dr. Stefan Nüßlein, Geschäftsführer des DFWR
Münstereifeler Straße 19, 53359 Rheinbach Tel. 02226/2350, Email dfwr-rheinbach@t-online.de , Web http://www.dfwr.de

Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC
Deutschland Danneckerstraße 37, 70182 Stuttgart Tel. 0711/2484006, Mail info@pefc.de, Web http://www.pefc.de

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