Wald und Wild-Praxistag mit Exkursion nach Thüringen
Wie können Waldumbau und angepasste Wildbestände zusammenspielen? Dieser Frage ging die Regionale PEFC-Arbeitsgruppe Hessen e. V. (RAG Hessen) bei einer Exkursion nach Thüringen nach
Seit vielen Jahren informiert und sensibilisiert die RAG Hessen regelmäßig zum PEFC-Standardpunkt 4.11. Dieser fordert „angepasste Wildbestände“ als Grundvoraussetzung für eine naturnahe Waldbewirtschaftung im Interesse der biologischen Vielfalt. Trotz alledem zeigen die die in PEFC-Audits weiterhin festgestellten Schäl- und Verbissschäden, dass die Situation in vielen Wäldern nach wie vor angespannt ist.
Ziel der Exkursion am 21. September 2026 war es, anhand eines Praxisbeispiels zu zeigen, wie Waldumbau und Jagdmanagement zusammenspielen können und welche Erfahrungen sich daraus für die Praxis ableiten lassen. Auf den Waldflächen der Jagdgenossenschaft Vitzerod und der PEFC-zertifizierten FBG Totenkopf-Vitzerod bei Georgenthal, die rund 1.000 Hektar umfassen, erläuterte Revierförster und jagdliche Leiter, Alexander Hopf, anhand verschiedener Waldbilder die Entwicklung der vergangenen Jahre. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem Bejagungsmethoden, die Wiederbewaldung von Kalamitätsflächen und die Möglichkeiten der Naturverjüngung.

Ergänzt wurde der Praxisteil durch Vorträge zu den rechtlichen Rahmenbedingungen alternativer Bejagungsmethoden in hessischen Jagdgenossenschaften von Anja Blankenburg, Leiterin des Dezernats 26 - Forsten, Jagd der Oberen Jagdbehörde Kassel sowie von Kay Hagemann, der das Projekt WILD – WALD – INNOVATION (WiWaldI) und dessen praxisorientierte Ansätze für Jagdgenossenschaften vorstellte.
Die Exkursion zeigte allen Teilnehmenden, wie eng Waldentwicklung und Jagdmanagement miteinander verbunden sind und welche Möglichkeiten ein abgestimmtes Vorgehen bieten kann. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich erfolgreiche Ansätze nicht ohne Weiteres auf andere Regionen oder Betriebe übertragen lassen. Neben den standörtlichen Gegebenheiten spielen auch Eigentumsverhältnisse, Organisationsstrukturen sowie jagdliche Rahmenbedingungen und die Zusammenarbeit der Beteiligten eine entscheidende Rolle. Wichtig ist daher, jeweils passende und umsetzbare Lösungen für die Bedingungen vor Ort zu entwickeln.

Vorträge der Veranstaltung zum Download
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Dieser Beitrag stammt aus der Rubrik "Neuigkeiten aus den PEFC-Regionen". Hier finden Sie weiterführende Informationen:


